Nackt in der Wohnung
» Heim-FKK «


WER...
...sagt denn, daß man der Freikörperkultur nur auf den Vereinsgeländen, oder gar im Urlaub, nachgehen kann/darf?

Wir FKKlerinnen und FKKler sind mit Sicherheit nicht »auf Teufel 'komm raus« stets und ständig nackt. Aber warum sollen sich die "nackten Aktivitäten" nur auf bestimmte Orte und Zeiten beschränken?

Ich kann mich auf dem Balkon genau so gut unbekleidet sonnen, wie ich es auch im FKK-Verein tue. Und ich kann genau so gut nackt zu Hause aufräumen, wie ich es auch im FKK-Verein mache.
Was spricht also dagegen, sich nicht auch in den eigenen (oder den angemieteten) vier Wänden fkk-mäßig zu verhalten?

Nackt in der Wohnung herumzulaufen ist also genauso eine natürliche Sache, wie auf einem FKK-Gelände. Leider wird dies aber von vielen Aussenstehenden (aber auch FKKlern) oftmals nicht so interpretiert und mißverstanden. Für sie ist die Wohnung ein allzu privater Rahmen, der eher mit einer gewissen Intimität behaftet ist, als mit der Natürlichkeit des Nacktseins.

Also, nur Mut ....
... ich kann nur dazu raten, es einmal zu versuchen. Mit Sicherheit wird es zunächst einmal ungewohnt sein (als »Neuling«), aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran und die eigene Nacktheit gerät in Vergessenheit.

Bei mir ist es so, daß meine Nachbarn, insbesondere jene von der anderen Straßenseite, von meinen »FKK-Ambitionen« schon lange wissen. Dabei hatte ich mir ganz am Anfang immer Mühe gegeben, mich selbst nicht unbedingt am Fenster zu zeigen. Wie gesagt, dies war nur am Anfang.

Aber man muß es ja auch nicht übertreiben. Dem Briefträger oder dem Pizzaboten muß man ja nicht unbedingt nackt die Tür öffnen. Ebensowenig sollte man sich am Fenster zur Schau stellen (fällt dann eher in die Kategorie: Exhibitionismus). Es ist nämlich da ein kleiner Unterschied, ob ich nur nackt am Fenster stehe und herausschaue, oder ob man sich so gebärdet, um die Aufmerksamkeit der Nachbarn oder vorbeigehender Passanten ganz bewußt auf sich zu lenken, man also gesehen werden will.
Schon in den 30er Jahren wurde diese Form der Nacktheit propagiert.

Die Vorteile der »Heim-FKK« jedenfalls, sie überwiegen: da braucht man sich morgens keine Gedanken darüber zu machen, was man anziehen soll - und ... wenn man nichts anzieht, kann man auch nichts schmutzig machen.
Auch die Hausarbeit geht einem besser von der Hand, denn man braucht keine Rücksicht auf die Kleidung nehmen. Vorsicht ist jedoch beim kochen und braten angesagt, denn Fettspritzer und heißes Wasser können ganz schön schmerzen. Eine Schürze sollte dann schon sein.


Die »BILD«-Zeitung machte am 13.06.2003
die Nacktheit zu Hause sogar zu einem »IN«-Thema

Wenn man schon in einem FKK-Verein ist, dort seinen Wohnwagen, Zelt oder Hütte stehen hat, so zieht man sich zu den anfallenden Arbeiten ja auch nicht erst extra etwas an, da wird dann so geputzt und gewerkelt, wie man gerade ist - nämlich: nackt.

Ich brauche es wohl nicht besonders zu erwähnen, aber Heim-FKK kann man durchgehend das ganze Jahr betreiben.


Hier dekoriert Nils gerade seine Fenster mit Weihnachtsmotiven. Dazu hat er Schablonen, die er mit künstlichem Schnee aussprüht. Draußen ist es kühl und regnerisch.

Nils:
» Ich finde es irgendwie witzig - denn, während die Leute da dick "eingemummelt" vorbeigehen, bin ich hier nackt in der Wohnung und fühle mich dabei wohl. Man ist ja auch viel beweglicher, Jeans und Pullover engen doch nur ein. Und ob ich hier nur in einer kurzen Hose oder einer Unterhose herumlaufe, oder gleich ganz nackt, ist doch egal. «

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