Modellieren

Ein riesiger Spaß ... nicht nur für Erwachsene

 

Schwierig ???
Nein, jedenfalls nicht besonders. Es sind auf alle Fälle ein paar Vorbereitungen zu treffen, so ist zum Beispiel die Wahl der Gips-Sorte sehr wichtig, denn nur sehr feiner Gips ist für das modellieren geeignet. Noch besser sind die sogenannten »Gips-Binden«, welche man zum Beispiel in der Apotheke bekommt. Diese sind zwar etwas teurer, sind aber in Verbindung mit der textilen Grundlage (Gaze) sehr stabil, lassen sich gut an den Körper legen und trocknen auch recht schnell.
Stabilität erhalten diese Gips-Binden durch Modell-Gips oder anderen feinen Gips, der zusätzlich aufgetragen wird.

Zur Vorbereitung gehört auch, den Fußboden (Untergrund) etwas zu präparieren, damit...
     ... das Modell es etwas bequemer hat und
     ... der Fußboden nicht zu schmutzig wird.
In unserem Fall haben wir eine Wolldecke genommen, diese dann mit einer Kunststoffplane bedeckt, auf welche wir dann noch alte Handtücher gelegt haben. So erspart man sich im Anschluß auch jede Menge Reinigungsarbeit.

Kurzanleitung

Bevor der Gips kommt, muss das Modell erst einmal ordentlich eingecremt werden. Mit der
Creme nicht sparen, die Creme großflächig und dick auftragen.

Dies hat den Vorteil, dass selbst kleinste Körperhaare beim lösen der getrockneten Gipsform
nicht schmerzhaft mit heraus gerissen werden. Die Form lässt sich dann auch wesentlich
leichter vom Körper trennen.
So vorbereitet, kann man nun beginnen, zunächst den „normalen” Modell-Gips aufzutragen. Damit man das „Modell” nicht zu sehr ärgert, sollte
man den Gips nicht in kaltem Wasser anrühren, sondern dafür lauwarmes Wasser verwenden. Den Gips dick auftragen und gut verteilen. Zur
Stabilisierung zwischendurch die Gips-Binden verwenden - alternativ kann man aber auch Mullbinden mit „verarbeiten” und mit eingipsen.

Trockenphase:
Wird draußen eingegipst, so reicht die Sonnenkraft durchaus, um den Gips schnell trocknen zu lassen. In Innenräumen kann man zum Beispiel
einen Föhn zur Hilfe nehmen. Je dicker der Gips aufgetragen wurde, umso länger dauert auch die Trockenphase ... sehr zum Leidwesen des
„Modelles”, welches sich ja nicht bewegen darf.
Ist der Gips trocken, kann man ganz vorsichtig beginnen, die Form vom Körper des Modelles zu trennen. Dazu an den Rändern ringsum leicht
anheben und so von der Haut lösen. Nun zeigt sich auch, ob man das Modell vorher richtig eingecremt hat. Wie man erkennt, ist dort, wo der
Gips direkten Kontakt zu der Haut hatte, kaum noch Creme vorhanden.
Damit das „Modell” auf dem Weg zur Dusche
nicht überall Gips-»Krümel« verteilt, sollte
man diese erst noch entfernen.


Dann kann es unter die Dusche gehen...
Nacharbeit:
Nun kann man nach belieben die Form bearbeiten. Wir haben die Form mit Resten alter Lackfarbe innen ausgemalt, um eine flüssigkeitsfeste Form zu bekommen, die wir dann mit Kunstharz ausgegossen haben. Auf diese Weise erhielten wir wieder einen „positiven” Abdruck, der unserem Modell gleich kam.

Fazit
Ein toller Spaß für »jung« und »alt« mit einem (recht) dauerhaften Ergebnis.
- Erinnerung an einen schönen Körper
- Als Geschenk für Freund oder Freundin
- und man kann sagen: „DAS ist mein Körper, als ich so-und-so viele Jahre alt war.”


Noch ein paar wichtige Hinweise:
- Man sollte wirklich nur den Körper eingipsen. Der Kopf ist viel zu schwierig und sollte man den Fachleuten überlassen !
- Kindern unbedingt selbst die Entscheidung überlassen, von WEM sie eingecremt und eingegipst werden wollen !
- Alleinige Gips-Abdrücke von Geschlechtsteilen sollten hier ausschließlich ein Spielspaß nur für Erwachsene sein !



Alle Gips-Bilder © Michael Otto

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