St. Nikolaus
St. Nikolaus hat zwei historische Vorbilder: den in der 1. Hälfte des 4. Jahrhunderts lebende Bischof von Myra in Anatolien (heute Cale in der Türkei) und den Klostergründer und Bischof von Pinara, Nikolaus Sionitis, der im 6. Jahrhundert lebte.
Zu den Bildnissen, die den heiligen Nikolaus mit drei nackten Kindern zeigen, gibt es eine Legende, die als Nikolausspiel „Tres Filie” (→ Drei Töchter) bekannt wurde:
Ein verarmter Edelmann, der seine drei Töchter weder ernähren, noch für sie eine Aussteuer bezahlen kann, will sie durch Prostitution den Unterhalt verdienen lassen. Als der Bischof Nikolaus von diesem Vorhaben erfährt, rettet er die Jungfrauen, indem er in drei Nächten jeweils einen Klumpen Gold durchs Fenster wirft.
In der Darstellung des heiligen Nikolaus findet man daher auch oft drei goldene Äpfel, bzw. Kugeln, oder drei Kinder in einem Faß. Letztere gehen auf die Legende von der Auferweckung dreier ermordeter Kinder zurück, in welcher drei junge Wanderer bei einem Schlachterehepaar Rast machen, aus Geldgier ermordet und in einem Salzfaß eingepökelt werden. Nikolaus kommt als Reisender vorbei, entdeckt die Schandtat und stellt das Ehepaar zur Rede. Nikolaus erweckt die Kinder wieder zum Leben und bittet Gott um Vergebung für die Sünder.
Quellen:
- Wikipedia
- Wikimedia
- St. Nicholas Center