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Erlaß und Bericht der Oberschulbehörde Hamburg

Die schrecklichen Folgen des 1. Weltkrieges machten sich auch Jahre später noch, vorallem bei den Kindern bemerkbar. Meist durch
unzureichende Ernährung mangels gesunder, nährstoffreicher Lebensmittel, aber auch durch mangelhafte, bzw. fehlende Hygiene.
Der Bericht der Oberschulbehörde Hamburg vom 4.September 1924 konnte dann eine entscheidende Besserung des Kräfte- und Ernährungszustandes, und u.a. auch den Rückgang der Tuberkulosefälle bei den Kindern vermelden.
Um Haltungsschäden vorzubeugen, wurde Freiübungen, wie sie damals schon an dänischen Schulen üblich waren, empfohlen.

Freiübungen waren Übungen ohne Geräte, zum Beispiel: Rumpfbeugen, Liegestütze, Kniebeugen, usw.
Wie die Oberschulbehörde weiter empfiehlt, sollte das Turnen dann auch mit entblößtem Oberkör-
per stattfinden. Auf diese Art und Weise konnte das Lehrpersonal besser die Übungen kontrollieren und ggf. sofort korrigieren.




Privatbild
Aufnahme einer Schulklasse - das Bild ist auf das Jahr 1936 datiert.
Teilweise sind auch die Mädchen »oben ohne« - und dies ganz ohne
Scheu und Scham vor ihren Mitschülern.
Eine Gruppe von Mädchen beim »oben-ohne«-Turnen

Bildquelle: »Die Schönheit« - Heft 10 / 1923
2 Kinder beim »ganz-nackt«-Turnen - so, wie dieses Bild es zeigt,
hätten zahlreiche Sportpädagogen den Schulsport auch gern gesehen,
zur besseren Kontrolle der Muskulatur, Haltung und Atmung.
Es ging nun wirklich nicht darum, unbedingt nackte Kinder beim Sport
zu haben. Letztendlich fand der Sportunterricht nur in kurzen Hosen statt.

Bildquelle: unbekannt / Internet


Mit freundlichem Dank an das Hamburger Staatsarchiv

Quellen:

Staatsarchiv Hamburg - Oberschulbehörde, Abt. X, Nr. 855 vom 04.09.1924
Staatsarchiv Hamburg - Oberschulbehörde vom 01.02.1925
Ordner: Oberschulbehörde V - 625a Band 2 (361-2 V)